„dunkle Wolken…

… verziehen sich auch wieder.“, meinte er heute morgen zu Hause.

Es wird immer schlimmer. Ich fühl mich arbeitsunfähig. Spreche viel langsamer und konzentrierter, kann nicht lächeln, bin wie erfroren. Füsse, Beine, Hände, alles kalt. Mir ist übel. Bin so müde, fast schon müde für alles. Kann nicht mehr. Will nur schlafen, ein paar Tage lang, durchschlafen. Selbst das Schreiben ist im Schneckentempo, jede Taste müssen meine Finger suchen, die sie sonst blind finden. Mit Stift schreibe ich schöner denn je, weil ich so langsam und konzentriert schreibe, um keine Fehler zu machen. Ich fühle mich unnütz hier, hoffe darauf, dass keine Kunden kommen oder anrufen – das macht mir Angst. Das ist geschäftsschädigend, aber es ist ja unser eigenes scheiss Ding. Also was solls. Ach ne, kann ich ja nicht so denken. Will in mein Bett. Die Sonne draussen erreicht mich nicht, eben schneite es sogar kurz, das Wetter spielt verrückt wie mein Innenleben.

Gestern war es nicht mehr schön. Wieder diskutiert, recht wortkarges Abendessen, spät ins Bett trotzdem wir kein Internet haben grad. Heute morgen ein kleiner Zusammenbruch, nicht der Rede wert, in der Firma nochmal geheult. Wünsche mir eine Maske, hinter der ich mich verstecken kann. Die Kunden, die reinkamen, gucken irritiert. Glaub ich. Überlege, was ich einnehmen kann, was mir hilft. Habe gar kein Geld für sowas übrig. Monatsende. Schlafen.

 

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