durchwachsener schöner Abend mit knien in der Öffentlichkeit

Jetzt ist es nach Mitternacht, der Muttertag hat quasi begonnen. Wir sind eben mit Kindern nach Hause gekommen. Der Abend war durchwachsen. Erstmal hatte ich Probleme, mich damit abzufinden. Es war einfach zu ungeplant und dadurch zu chaotisch. Das förderte nicht gerade mein Wohlgefühl. Es dauerte ein wenig,bis ich entspannte. Wir sassen dann nur als Familie – weder mit dem geplanten Pärchen, was sich nicht mehr meldete, noch bei der grösseren Gruppe, zu der wir stossen sollten, weil wir sie schlicht nicht fanden – in einem netten Restaurant draussen, bestaunten die Aussicht, das Spektakel und assen dabei lecker und genossen die Flasche Rotwein. Super. Zwischendurch hat mein Herr mich erden müssen, weil ich einfach zu unruhig war. Ich versuchte, mit ihm darüber zu reden, aber das steigerte auch auf seiner Seite das Unwohlsein, es schaukelte sich wieder hoch. Ich versuchte, ihm mitzuteilen, woran es liegt und was ich brauche. Es war schwer in Worte zu fassen, ich versuchte es. Irgendwann dämmerte es ihm wohl und er brachte mich mitten an Flussnähe am Weg dazu, vor ihm zu knien, zwischen seinen Beinen, während er und die Kinder auf einem Mäuerchen hockten. Dort kniete ich also vor ihm, lehnte meinen Kopf an ihn und hörte und spürte, wie die Leute an uns vorüber gingen. Das war mir aber egal. Es half zumindest etwas. Das war das wichtigste in dem Moment!

Als es dann nach Hause gehen sollte, musste ich eigentlich aufs Klo – ich wollte aber nicht im Restaurant gehen, weil ich öffentliche Toiletten nicht mag. Allerdings hatte meine sensible Blase schon auf dem Hinweg angemeldet, dass sie Bedürfnisse hätte, was Quatsch ist. Und das weiss ich. Es macht es nur nicht besser. Jedenfalls musste ich eigentlich auf dem Heimweg und jammerte den ganzen Weg, dass ich aufs Klo müsse. Es war aber gar nicht so ein langer Fussweg und er hatte mir eigentlich auch gesagt, ich solle aufs Klo gehen. Ich weigerte mich aber und er meinte, wenn es  schief ginge, müsse ich die Konsequenzen tragen. Ist aber gut gegangen. 🙂

10 Kommentare

    1. Das hab ich ja auch meistens. Aber ich bzw. wir machen das nicht mehr immer bei allem. Manches können sie ruhig mitbekommen und auch einordnen. Alt genug sind sie ja. Alles müssen sie aber nicht wissen. 😉

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        1. Ja, absolut. Trotzdem muss man immernoch aufpassen, was sie weitererzählen könnten, was dann komisch kommt, weil ich halte nicht davon zu sagen, dass sie etwas für sich behalten müssen. Entweder, sie machen das aus Taktgefühl von sich aus oder halt nicht. Die Pflicht sehe ich bei den Eltern, nichts zu zeigen, was man nicht rumerzählt haben will. Allerdings gilt das auch nur bis zu einem gewissen Alter. Denke, bei Volljährigkeit ist da auch noch mal mehr zu verlangen. Das dauert aber noch…

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            1. Ach so. Dann haben wir wohl aneinander vorbei geredet. Auch emotional versuche ich natürlich, mich zusammenzureissen, weil mir das peinlich ist. Aber das ist „normaler“ als BDSM-Kram…

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