Erfahrung schenken

Meine Motivation:

Ich wollte uns eine Erfahrung schenken.

die geschenkte Erfahrung:

Normalerweise schreibe ich schon von mir aus oft eine SMS, in deren Inhalt steht, wo ich bin und was ich gerade mache. Heute musste ich zum Zahnarzt und so hatte ich gesagt, ich rufe ihn nochmal an, kurz bevor ich von der Arbeit aus aufbreche zu Bus und Bahn, um zu klären, ob es noch was zu erledigen gibt und um ihm zu sagen, was er am besten noch tun sollte…

Danach ist alles anders als sonst. Denn sonst schreibe ich, wenn ich in der Bahn bin. Dann schreibe ich, dass ich im Bus bin und ich schreibe, wenn ich angekommen bin. Er weiss dann ganz genau, wo ich mich befinde, was wir eigentlich beide gut finden. Sagt er zumindest auch. Aber er fordert es nicht ein.

Hintergrund:

Ich will wissen, wie es sich für mich anfühlt, wenn ich weiss, dass er nicht weiss, wo ich bin.

Und ich will wissen, ob er es merkt und wie es sich für ihn anfühlt. Und ob er irgendwie reagiert.

Reaktion:

2 Stunden nach unserem letzten Kontakt per Telefonat (als ich sage, dass ich gleich los will) kommt endlich eine SMS von ihm, in der er fragt, ob alles ok ist und ob ich noch beim Zahnarzt bin. Frechheit siegt und so schicke ich ihm nur “ 😀 nö“ und warte, was weiter passiert. Prompt antwortet er: „Wo bist du denn?“

Und ich antworte ihm, dass ich zu Fuss unterwegs bin und grad nur ein paar Schritte vom Büro entfernt bin. Daraufhin ruft er sogar an und sagt, dass es doch dann gut ist, wenn ich dann dorthin gehen würde und auf ihn warte. Er ist noch beim Freund, der ihm heute geholfen hat und trinkt einen Kaffee. Er sagt, er ist in einer guten halben Stunde da.

Als er dann unterwegs zu mir ist ruft er mich an. Bevor ich mit ihm telefoniere läuft in Gedanken kurz ein Gespräch ab, eine Vorstellung. In einer Vorstellung klingt er streng und sagt zu mir, wie er mich erwartet, wenn er kommt. Also dass er z. B. eine bestimmte Haltung erwartet oder dass ich an der Tür zu warten habe, was auch immer. Nur Gedankenfetzten. Die Realität ist anders. Er ist fröhlich und freut sich, mich gleich zu sehen. Ich auch! Er fragt, wie es beim Zahnarzt war. Er erzählt mir von einem Kunden, bei dem es super geklappt hat und von einem, wo es Probleme gab. Ausgerechnet da bin ich mit Schuld für das Problem. Wieder etwas, wo ich Strafe verdient hätte. Oder zumindest ein strenges Gespräch.

Dann kommt er zur Tür rein und ich kann mir ein Lächeln nicht verkneifen. Vielleicht ist es auch ein Test aus meinem Unterbewusstsein. Er merkt es und fragt nach. Und kommt leider trotz meines Rumdrucksens drauf, was los ist. Er fragt, ob ich erwarte, dass er mich übers Knie legt. Ich bestätige es nicht, dennoch geschieht genau dies. Nach ein paar sehr wenigen Schlägen auf die Jeans zieht er mir diese zusammen mit dem Schlüpfer herunter und haut ziemlich fest und erbarmungslos auf meinen Hintern. Es tut verdammt weh und er schimpft mit mir, dass er sich Sorgen gemacht hat. So hatte ich mir das eigentlich nicht vorgestellt, aber er übertrifft meine Erwartungen. Ich hatte eher angenommen, dass er es vielleicht sogar nicht mal merkt. Aber er hat es gemerkt und sich Sorgen gemacht. Das macht mich froh. Als er fertig ist, muss ich zwischen seinen Beinen knien und er fragt mich an meinem Ohr ziehend, ob ich das verstanden hätte. Dann darf ich aufstehen und mich sofort wieder anziehen. Ich stehe wie ein begossener Pudel da und muss meine Gedanken sortieren. Es gibt keinen richtigen Abschluss, das fühlt sich nicht gut an. Wie ein gekochtes Ei, das nicht abgeschreckt wird, köchel ich weiter vor mich hin und schmore. Gut getan hätte mir, wenn er mich entweder in den Arm genommen hätte oder noch etwas anderes gemacht hätte oder machen lassen von mir, um das Ganze zu vertiefen. Um mich aufzufangen. Aber er hatte die Zeit im Auge. Wir sprachen nachher drüber. Es ist ok.

Erfahrung:

kitty: Ich fühle mich seltsam. Ungeschützt. Ich fühle mich unwohl und als wenn ich etwas tue, was nicht richtig ist. Es fühlt sich falsch an. Ich freue mich, als er nach gefühlter Ewigkeit endlich nachfragt. Beim Telefonat merke ich innerliche Unruhe trotz Freude, dass er kommt.

kittys Herr: Er war in Sorge und fand es doof, dass ich nicht geschrieben hatte. Er war erst beim Kunden, aber als er dann später rauskam, hat er sich gefragt, wo ich bin. Dann hat er auch nachgefragt.

Fazit:

Er will wirklich, dass ich ihm sage, wo ich bin, damit er sich keine Sorgen machen muss. Er erwartet in Zukunft, dass ich ihm das mitteile. Das ist quasi nun eine Regel – oder so. 🙂

Und Experimente gehen genauso schief wie Streiche… hmpf

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