rückwärts laufen

Kennt ihr das Gefühl, rückwärts zu laufen, wenn ihr ganz lange gelaufen seid? Ist mir gestern wieder passiert. Ich bin teilweise im Regen nach Hause gelaufen, obwohl ich total müde und erschöpft war und mir die Knochen und Muskeln weh taten. 2 1/2 Stunden lang, langsam, aber stetig. Und irgendwann ging es besser, die Knochen erholten sich, die Arbeitserschöpfung verflog. Das tat gut. Doch dann kam eine andere Erschöpfung, die auch gut ist, wohl tut. Ich lief und lief und lief. Bis ich das Gefühl hatte, nicht von der Stelle zu kommen. Man sieht, wie man einen Fuss vor den anderen setzt, die Landschaft ändert sich, es sind kaum Menschen unterwegs bei dem Wetter und es passiert nicht viel, was ablenkt. Und ich hab dann das Gefühl, ich laufe rückwärts, komme nicht mehr vorwärts, muss aber. Ein seltenes und seltsames Phänomen finde ich. Mein Schatz kennt es nicht, sagt er. Wie ist es bei euch? Ich denke, das tritt bei völliger Erschöpfung von Geist und Körper ein, wenn eigentlich nichts mehr geht.

Zu Hause humpelte ich dann durch die Wohnung, weil mein Rücken und meine Hüfte schmerzten, meine rechte Schulter auch irgendwie. Trotzdem schaffte ich es noch, Wäsche zu machen und den Boden in der Küche nass zu wischen. Immerhin. Danach konnte ich nicht mehr und durfte kurz nach dem Abendbrot eine halbe Stunde früher als sonst ins Bett – wo ich sofort auf der Stelle einschlief. Meine Knochen tun heute morgen immernoch weh, aber ich humpel nicht mehr so stark. Ich vermute Verspannungen im Halsbereich und über dem Po hinten, die dazu führen. Ich habe keine Motivation zu arbeiten, aber ich gehe jetzt ins Bad. Müde…

21 Kommentare

    1. Ganz lieben Dank liebe Cami 😘
      Über den Tag liess der Schmerz in der linken Hüfte doch deutlich nach und ich humpel kaum noch rum. Jetzt ist nur noch der Nacken steif und steinhart. 🙂

      Wie gehst du denn mit so einem Erschöpfungsgrad um??

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      1. Ich lege mich in die Wanne. Ab Oktober/November darf ich dabei dann auch wieder ein Glas Wein oder Whisky trinken.
        Lasse es blubbern und sprudeln.
        Anschließend lasse ich mich von meinem Kerl massieren und verwöhnen. (Was nicht sein Schaden ist…)

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          1. Wir haben seit diesem Jahr einen Whirlpool, ja. Großartige Sache, sag ich dir.

            Hmmm… es steht mir nicht zu, etwas zu bewerten, bitte verstehe mich nicht falsch.

            Ich trinke im Moment keinen Alkohol und verzichte ohne große Mühe aufs rauchen, weil ich meine kleine Prinzessin noch stille.

            Damit höre ich spätestens im November auf.

            Und dann bin ich es – eine erwachsene, mündige Frau über 18 -, die entscheidet, ob und wann sie etwas trinken oder rauchen will.

            Schlaf gut, Kitty.
            Kuss, Cami

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            1. Whirlpool ist bestimmt super angenehm. 🙂
              Ich versteh dich schon nicht falsch, keine Sorge. Wir haben einfach eine andere Lebensform gewählt. Er hat das Sagen. Darum kann ich nicht alles selber entscheiden und das ist für mich gut so.
              Geschlafen habe ich nicht so gut, ich hoffe, du hast gut geschlafen. 🙂
              liebe Grüsse
              kitty

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      1. Naja, er hat beim Massieren halt Probleme mit den Daumen. Darum frag ich schon gar nicht mehr…
        Und das mit der Küche hab ich nur gemacht, weil ich mir vorgenommen hatte, mich mehr um die Wohnung zu kümmern und am Montag eben die Küche dran ist und ich noch fertig werden wollte, um stolz auf mich sein zu können (was ich dann trotzdem nicht war)… aber ich wollte einfach vor mir selbst durchziehen, was ich mir vorgenommen hatte.

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    1. Darum bitte ich ihn nur noch selten, weil ihm dann immer ziemlich schnell die Daumen weh tun. Manchmal frage ich die Kinder, die halten aber auch nicht viel länger durch… Eigentlich hilft dann eine heisse Badewanne, nur das geht auch meistens nicht…

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        1. a) könnte sein
          b) auch
          aber ich habe noch c) zu bieten = irgendwas krankhaftes, denn er sagt, das hätte er früher schon gehabt auch beim Werkzeug benutzen etc. Dann tun ihm die Sehnen im Daumen weh. Zum Arzt will er damit aber nicht…

          Dass ich ihn (endlich) meinen Herrn nennen kann ohne grossartig zu zweifeln war bis hierhin ein weiter schmerzvoller Weg. Ich hinterfrage noch immer viel und bin schnell zu verwirren… hat sowas wirklich was mit Herr oder nicht zu tun?

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