lautloser Kampf im Bett

Wir sprachen nicht zusammen darüber, ob und was er mir anziehen könnte für die letzte Nacht. Und gemäss dem, was ich mir vorgenommen hatte, versuchte ich, das so hinzunehmen und zu hinterfragen. Mich zu hinterfragen und somit meine Gefühle aufzulösen.

Ich möchte schliesslich eine Windel in der Nacht anhaben – nicht er. Und wir hatten noch eine gute Tena und ein ganz riesiges grosses unausgepacktes Paket. Meine kindliche Ungeduld wünschte sich, dass alles schneller geht. Und ich beschwichtigte mich im Badezimmer, ich solle nicht drüber nachdenken, wie viele mögliche Nächte es noch geben wird… habe ich geschafft – der Gedanke ist blockiert!

Und ich sagte mir, dass ich einfach wie immer sonst aufs Klo gehe, wenn ich keine Windel anziehe und wenn er das dann machen will – trotzdem – dann ist das doch super. Das bedeutet, dass ich vor dem Schlafengehen 2 – 3 Mal aufs Klo gehe. Hab ich auch. Also erst mit Klamotten ins Bad und Zähneputzen und pillern, dann erwartungsfroh (naja… eher wusste ich, dass dort nichts auf meinem Bett liegen würde) ins Schlafzimmer, checken, ob da was liegt, seine Reaktion auf mein Erscheinen abwarten, ihm ein paar Sekunden Reaktionszeit geben und dann angefangen, mich auszuziehen. Das kommentierte er sogar, es gefiel ihm. 🙂 Dann ging ich nur im Schlüpfer wieder ins Bad und merkte, wie es innerlich anfing zu wüten. Ich konnte das einfach so nicht hinnehmen und fragte mich, warum. Es ist seine Entscheidung, es nicht zu wollen. Es ist sein gutes Recht. Es ist auch mein gutes Recht, dieses Wollen zu haben. Dann habe ich mir gesagt, wenn ich das so sehr wollen würde, könnte ich mir ja auch selbst eine Windel anziehen. Aber das wollte ich nicht. Mein Gefühl war dagegen. Trotz? Keine Ahnung. Ich komme nicht dahinter. Also selbst Schuld!!

Ich ging dann zurück zu ihm, war etwas gereizt und sagte es ihm auch und er fragte nicht nach dem Grund. Er las mir dann aus den ??? vor und ich versuchte einzuschlafen. Aber irgendwie konnte ich nicht. Ich wälzte mich hin und her und kämpfte mit meinem Wunsch, eine Windel anhaben zu wollen und der Tatsache, dass es doch egal ist, ob ich nun eine anhätte. Ich versuchte es mit logischen Argumenten, dass wir so Geld und Müll sparen. Die Logik sagte aber auch, dass ich dann einen Klogang mindestens sparen würde in der Nacht. Wir kämpften innerlich lautlos ohne Tränen. Bis kurz vor 3 Uhr morgens. Dann ging ich aufs Klo. Er schlief und schnarchte in der Zeit dauernd. Ich versuchte ihn dann zum Schweigen zu bringen (nein, nicht so) und irgendwann döste ich vielleicht ein. Keine Ahnung. Ich erinnere mich nicht an Schlaf. Fühle mich wie gerädert.

Aber ich habe es überstanden und ich habe meine schlechte Laune bezüglich Windel oder nicht nicht an ihm ausgelassen. Erste Hürde überstanden. Weiter so, kitty!

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