viel auf einmal

Es ist schon erschreckend. Eben noch gut drauf, alles ok, wirklich. Trotzdem wir erst um 21:45 aus der Firma kommen und noch schnell einkaufen fahren. Alles gut. Gute Laune, lachen, gute Gespräche. Wir fahren nach Hause. Und dann innerhalb von einer halben Stunde ist bei mir nichts mehr davon da – ich bin einfach erschöpft. Das ist erschreckend. Es ist einfach körperlich, aber furchtbar erschreckend. Ich denke, es sind einfach die vielen Dinge, die plötzlich alle gefühlt auf einmal kommen. Das überfordert mich total.

  • Kind 1 will unbedingt duschen
  • kaltes Essen statt gekochtem
  • kleinen Abwasch machen, weil er Schmerzen in den Füssen hat
  • Einkauf wegräumen
  • Kind 2 begutachten – Kind 1 sagt, es sei einfach eingeschlafen eben in den letzten 5 Minuten
  • Sorgen machen
  • Kind 2 aus dem Kinderbett in mein Bett geleiten, damit es dort besser und näher liegt – auch neben ihm
  • Fieber messen – erhöhte Temperatur
  • Wäsche gefaltet und aufgehangen, weil Kind 1 am Wochenende dringend was davon braucht
  • trotz seiner Hilfe beim Wäscheaufhängen (hält den Wäschekorb) verziehe ich mich mit Armen und Schultern, dass jeder Griff wehtut
  • der Rücken fängt an zu schmerzen
  • draussen riecht die Luft nicht so gut wie gehofft, Lüften geht nicht, wie ich mir das vorstelle (Routine) und Nase brennt vom Riechen
  • Kind 2 nötigen aufzustehen, damit es sich wenigstens ein bisschen trockenen Toast einverleibt, Kind 2 fühlt sich krank, hustet und zittert
  • Kind 2 geht nicht ins eigene Bett, sondern steuert zielgerichtet mein Bett an
  • er will Kind 2 ins eigene Bett begleiten und schafft es nicht, Kind 2 zu wecken – wird also heute Nacht bei mir im Bett bleiben und ich krümel mich dazu (Schlafmangel vorprogrammiert)

Während das alles also gefühlt auf mich einprasselt merke ich, wie ich körperlich abbaue. Verhindern kann ich es nicht. Mir ist bewusst, das damit einhergeht, dass meine Stimmung kippt. Ich überlege mir Signale und bleibe stumm. Bei der Wäsche frage ich ihn dann, ob er mir hilft. Was er tut. Und obwohl ich mich drauf eingestellt habe, dass ich dumme Bemerkungen machen könnte und sie mir verkneifen will… es passiert trotzdem. Weil ein Teil von mir sauer ist, dass alles so blöd grad läuft, weil der Rücken weh tut. Es ist mir bewusst, aber ich kann es nicht verhindern. Das nervt mich. Aber es erkannt zu haben – das ist ein grosser Schritt voraus. Es erkennen, andermal drüber reden, Lösungen suchen.

Mir geht es nach dem Essen schon wieder viel besser. Schneller erholt, denn er hat mir die letzten Tage wieder Kraft und Zuversicht gegeben. Das hilft. Sehr. Und so gehe ich gleich ins Bett und hoffe, dass die Nacht ohne Kotzerei auskommt. Bin gespannt, ob Kind 2 morgen überhaupt zur Schule kann. Manchmal verfliegt sowas ja bis zum nächsten Morgen…

Gute Nacht

kitty

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