Klimax aka Orgasmus – ein Wunder(feuer)werk der Natur :) (+ braves Video)

Bei der Frage, was genau im Körper der Frau passiert, wenn sie einen Orgasmus hat, stolper ich erstmal über ein super spannendes Projekt – Lesen bis zum Höhepunkt. Die Videos gibt es bei Youtube. Eine Kostprobe und Erläuterung dazu gibt es hier: Kunstprojekt filmt Frauen beim Orgasmus

Göttlich anzuschauen! Eins zeig ich euch hier:

 

Nun zu dem eher vielleicht langweiligen Part – dem Vorgang selbst laut Wikipedia. Wie ihr es von mir bereits kennt, werde ich nur die von mir relevanten Sachen in meinen Beitrag kopieren. Ihr seid natürlich frei, euch den Rest auch anzuschauen und gerne in den Kommentaren etwas dazu zu schreiben. 🙂

Also – Wikipedia meint zum Orgasmus folgendes:

  • Kurz vor dem Orgasmus steigert sich die Durchblutung der Geschlechtsorgane bis zum Maximum, während des Höhepunkts kommt es im Genitalbereich zu rhythmischen unwillkürlichen Muskelkontraktionen, in denen sich die sexuelle Spannung entlädt
  • Anschließend erfolgt meist eine Entspannung des Genitalbereichs, oft auch des gesamten Körpers.
  • Beim Mann kommt es in der Regel während des Orgasmus zur Ejakulation (Samenerguss).
  • Frauen können analog zur männlichen Ejakulation während eines Orgasmus einen lustvollen Flüssigkeitserguss erleben, was als weibliche Ejakulation bezeichnet wird
  • Neben den körperlichen Reaktionen äußert sich der Orgasmus in einem oftmals als angenehm empfundenen individuellen Erlebnis des Rausches und der Überwältigung.
  • Den Orgasmus kann man im physiologischen Sinn als einen zentralnervösen Vorgang beschreiben
  • Während der Luststeigerung bis zum Höhepunkt ist das Schmerzempfinden ebenso wie die Aktivität des Großhirns als wertende Instanz deutlich herabgesetzt. Es werden daher oftmals Reize als stimulierend empfunden, die im nicht-erregten Zustand als unangenehm empfunden und abgelehnt würden. Letzteres könnte erklären, wieso Praktiken des BDSM lustvoll empfunden werden.
  • An der sexuellen Erregungssteigerung und der Auslösung des Orgasmus sind unterschiedliche Botenstoffe beteiligt, deren Zusammenspiel im Einzelnen noch wenig erforscht ist: die Neurotransmitter Dopamin, Noradrenalin und Serotonin und verschiedene Hormone, besonders Androgene, endogene Opioide, aber auch andere

Vielleicht auch noch interessant …  es gibt Orgasmen und orgasmusähnliche Erlebnisse außerhalb sexueller Handlungen, laut Wiki-Eintrag. Die im Schlaf auftretenden Samenergüsse kennt wohl jeder zumindest vom Hörensagen.

Laut Medienberichten aus den Jahren 2009 und 2010 sollen Fitnessübungen sowie Tanzbewegungen, die rhythmische Bewegungen der Rumpfmuskulatur beinhalten, bei Frauen zuweilen einen Orgasmus auslösen

Ein Orgasmus kann zudem in geistigen oder körperlichen Extremsituationen auftreten, verursacht etwa durch exzessives Beten oder Hungern, extreme körperliche Betätigung (vergl. Leistungssport), intensivstes Musikerleben (vergl. Trance), körperlichen Schmerz (auch außerhalb sexuell betonter BDSM-Praktiken), eine massive Angst– oder Bedrohungssituation oder durch Gewalterlebnisse bei Opfern oder Tätern.

Der Orgasmus könnte hierbei die Funktion haben, eine Überreizung des Nervensystems abzubauen und einer weiteren Überreizung durch den kurzfristigen „Ausstieg“ aus der überfordernden Situation vorzubeugen.

Nach Schriften des tibetischen Buddhismus durchläuft der Mensch im Orgasmus dieselben Bewusstseinsphasen wie während des Sterbens. Die im Tantra-Yoga gelehrten Konzentrationstechniken basieren auf der Vorstellung von „acht Phasen der Auflösung“, die während des Orgasmus in kurzer Abfolge durchlaufen werden. Dabei geht es im Wesentlichen um die Übung, sich von dem euphorischen Erleben nicht überwältigen zu lassen, sondern bewusst zu bleiben und so das Orgasmuserleben teilweise zu steuern. Nach tantrischer Auffassung wird dadurch die Wahrscheinlichkeit erhöht, während des Sterbeprozesses ebenso bewusst bleiben zu können und sich der Befreiung vom stofflichen Körper einverständig hinzugeben. Im „Hevajra-Tantra“ wird der Orgasmus als mahâsukha (etwa: höchste Glückseligkeit) bezeichnet und mit der Erleuchtung und dem Eingang ins Nirwana identifiziert. Parallel dazu ist im tibetischen Buddhismus von mahâsukha-kâya, dem „Körper höchster Glückseligkeit“, die Rede

 

 

6 Kommentare

  1. Unstreitig ein schönes Video und eine fleißige Zusammenstellung diverser Wikipedia Artikel.

    Eine andere Frage ist doch allerdings vorrangig, welchen Sinn und Zweck hat er denn, der weibliche Orgasmus. Wofür gibt es ihn.

    Beim Mann ist es ist klar, eine Belohnung für die Bemühungen seiner Fortpflanzungsaktivitäten. Ohne den Orgasmus würde er seinem Evolutionsauftrag wahrscheinlich gar nicht nachkommen.

    Aber welche Rolle spielt der Orgasmus der Frau. Für die Fortpflanzung braucht sie keinen Orgasmus. Abgesehen, dass viele Frauen ganz selten einen Orgasmus bekommen. In der Evolutionspsychologie wird die Auffassung vertreten, die Fähigkeit des Mannes einer Frau einen Orgasmus zu bereiten, charakterisiere seine Eigenschaft als möglicher Partner. Nun ja, das klingt schlüssig, aber die Lebensrealität ist doch anders.

    Neuere Auffassungen halten ihn für ein Abfallprodukt der Evolution. Ursprünglich hatte die Frau keinen regelmäßigen Eisprung, sondern dieser wurde nur durch einen Orgasmus ausgelöst. Bei manchen Tieren, insbesondere Katzen, ist es heute noch so. Deswegen kopulieren sie so fleißig, denn nur der Orgasmus des Weibchen löst den Eisprung aus.

    Jedenfalls ist der weibliche Orgasmus irgend ein Luxusprodukt, ohne Sinn und Zweck, ohne Notwendigkeit und Erforderlichkeit.

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    1. Guter Einwurf!
      Ich denke, in der Natur geschieht nichts ohne Grund. Ich werde dem mal auf den Grund gehen und einen neuen Beitrag widmen. Die Frage ist hochinteressant. Eine Idee habe ich… dass es z. b. entspannt und die Befruchtung dann besser von statten geht… ausserdem geht es in der Natur doch auch darum zu korpulieren, mit wem man gesunde Kinder zeugt. Wenn man einfach vergewaltigt werden könnte und dann egal ist, welche Erbmasse auf einen trifft, dann wäre es ja verständlich…also wenn es keinen Spass machen müsste…
      *stiftundzettelzück*

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      1. …. na da bin ich mal gespannt, was du ausführst.

        Dass alles seinen Sinn in der Natur hat, ist der soziobiologische Ansatz. Allerdings gibt es vieles was eben keinen Sinn in der Natur hat.

        Betrachte beispielsweise alte Menschen. Gerade in unserer langsam vergreisenden Gesellschaft wird auch wissenschaftlich der Frage nachgegangen, welchen Sinn haben eigentlich alte Menschen. Man hat dabei herausgefunden, dass die Existenz von alten Frauen einen soziobiologischen Sinn hat, da Großmütter einen positiven Einfluss auf die Entwicklung der Enkel haben. Bei der Betreuung von Kleinkindern durch Mütter und Großmütter sinkt die Säuglings- und Kleinkindersterblichkeit signifikant. Es gibt aber keine soziobiologische Begründung für die Existenez alter Männer. Oder aber es ist halt schlicht ergreifend noch keiner darauf gekommen, welchen Sinn in der Natur die Lebenserwartung von alten Männern hat.

        Oder zurück zum Thema des weiblichen Orgasmus. Welchen Sinn hat die Klitoris. Es gibt keinen. Ein evolutionäres Überbleibsel? Zu sehen ist doch auch, dass unsere Vorfahren aus der Savanne oder der Neandertaler das weibliche Sexualerleben, im Sinne eines essentialistischen Konzepts von Lustempfinden, doch gar nicht kannten, gar nicht kennen konnten. Ist doch die Liebesnacht mit einem verlängerten Liebesspiel und eines weiblichen Höhenfluges ein Modernismus, eine Nebenwirkung des Hütten und Häuserbaus. Denn eine solche Nacht Bedarf den Schutz eines Innenraums und nicht die allgegenwärtige Bedrohung durch die allgegenwärtige Gefahr eines Angriffs von Mammuts und ähnlichen Getier. Die Intimkollision zweier geschlechtsreifer Individuen in der Savannendämmerung diente der Umsetzung der Evolution durch einen Kurzzeitverkehr. Aber wohl kaum dem ausgeklügelten Liebesspiel, das für das weibliche Lustempfinden erforderlich ist.

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        1. Oh, ich habe den Eindruck, du beschäftigst dich schon sehr lange damit. Wirklich ein sehr interessantes und tiefgehendes Thema. 🙂
          Die Klitoris habe ich – man möge mich jetzt nicht hauen (oder doch) – immer als eine Art Zurückbildung des Penis gesehen… Also Mann hat Penis, Frau das in klein… funktioniert ja auch so ähnlich. 😉
          Ja, in der Steinzeit und auch noch danach musste man seine Sinne beisammen haben. Aus eben dieser Zeit stammt auch, dass der Mann einen Tunnenblick hat (klassisch – er sieht die Butter im Kühlschrank nicht), weil er sich auf die Beute fokussiert. Die Frau in der Höhle musste auf alles achten und nebenher die Familie versorgen, daher Multitasking. Heutzutage ist diese Aufteilung aber nicht mehr nötig oder auch nicht mehr gewollt, daher wird sie überflüssig und wird sich immer mehr verändern/anpassen.
          Wenn ich aber an die Tierwelt denke, so fallen mir mehrere ein, die beim Korpulieren so ineinander verhakt sind, dass eine Flucht bei Gefahr nicht möglich ist. Wäre dies im Sinne der Natur, müsste es auch da einen Notknopf geben.
          Alte Frauen als Betreuung der Enkel mal in vielerlei Familien passen – bei mir hat es noch nie gepasst. Ich will nicht, dass die Omas die Kinder grossziehen! Schlechter Einfluss! Alte Männer können noch bis ins hohe Alter Kinder zeugen – im Gegensatz zu Frauen, die nicht so lange Kinder austragen können. Allerdings werden Männer im Schnitt nicht so alt wie Frauen. Ich vermute daher, dass die Männer den Stamm erhalten können, auch wenn sie alt sind, wenn „Not am Mann“ ist, daher ist auch ein alter Mann noch wertvoll, solange er Spermien hat, die er einpflanzen kann (wir sprechen jetzt von wirklicher Not ähäm)…
          Im übrigen fällt mir da grad ein – ob die Neantertaler auch auf BDSM standen? Schliesslich haben die Männer ihre Frauen gern an den Haaren in die Höhle geschleift. 😀

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          1. Die Betrachtung der Klitoris als Rückbildung des Penis bzw. der Vergleich zwischen Klitoris und Penis greift meines Erachtens zu kurz.

            Der Penis hat mehrere Funktionen, wie Wasserlassen oder Zeugungsapparat, die Klitoris ist weitgehend funktionslos. Ihr einziger Zweck ist der, der Lustgewinnung.

            Gegen ein evolutionäres Abfallprodukt spricht allerdings, dass die Klitoris für die weibliche Masturbation erforderlich ist und wie schon die Wiener Psychoanalyse suggerierte, ist die Masturbation evolutionär älter als die Partnerliebe. Sie gehört vermutlich schon zum Hominidenerbe.

            Jedenfalls, wenn man davon ausgeht, dass Gott nicht würfelt, muss das Ding, die Klitoris, ja irgend einen Sinn haben.

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            1. Eine Frau kann aber auch einen Erguss (ohne Samen) haben – das muss ja auch irgendwo her kommen. Was für einen Sinn das hat, weiss ich auch nicht. Manchmal kommt bei mir auch was, aber nicht so, dass so heftig spritzt.
              Der menschliche Körper ist halt auch sehr kompliziert denke ich.
              Wenn die Masturbation auch bei Frauen schon so früh vorhanden war, musste sie ja auch einen Sinn haben… denn zum Kinderkriegen reichts ja nicht…
              Ich glaube nicht, dass es was mit Gott zu tun hat, ob etwas einen Sinn hat oder nicht – so klassich an Gott glaube ich nicht – eher einen Mischmasch in Richtung Wiedergeburt etc… und wo der Mensch aus wissenschaftlicher Sicht herkommt. 😉
              Gestern beim Orgasmus dachte ich doch tatsächlich daran, dass der doch unsinnig ist – während meiner Tage. 🙂

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