D/s auf Pause

eine Kriese ist zum Bearbeiten da

Eine Kriese ist zum Bearbeiten da. Entweder, man justiert seine Beziehung wieder neu oder die Beziehung stirbt daran. Ich habe nicht vor, meine jetztige Beziehung sterben zu lassen und wir werden daran arbeiten. Hart daran arbeiten müssen. Aber wir sind auf einem guten Weg und ich glaube, wir wissen es beide, dass es nötig ist. Und wichtig. Und zur Zeit hab ich auch das Gefühl (glücklich), dass wir es schaffen werden. Und wir nicht weglaufen werden vor der Verantwortung, die uns die Kriese gegeben hat. Denn das ist uns jeweils in unseren anderen Beziehungen passiert. Wenn ein stärkerer Wind weht, hat man nur zwei Möglichkeiten – sich dagegen stemmen oder einknicken…

Jedenfalls ist mir heute morgen was klar geworden.

  1. einfach leben, ohne darüber nachdenken, warum man es tut
  2. nicht versuchen zu lenken, sondern passieren lassen
  3. trotz allem alles versuchen, im Griff zu haben und die Kontrolle nicht verlieren
  4. die Pläne, die man gemacht hat, nicht aus den Augen verlieren
  5. in jedem Vorwurf und Anschuldigung des Anderen an sich das Körnchen Wahrheit sehen und anerkennen
  6. die Liebe nicht zertrampeln, sondern versuchen, Wege zu finden, sie zu pflegen (Rituale – nix mit BDSM oder so)
  7. schöne Momente geniessen, ohne auf die nächsten zu hoffen oder drauf zu schielen (oder noch schlimmer – zurückzuschauen)

 

Wie ich darauf komme? Weil in den letzten Tagen mehr passiert als all die Monate zuvor. Weil es sich toll und richtig anfühlt. Weil es mich stärkt. Weil ich wieder die Liebe (richtig) in mir spüre, die es manchmal echt schwer hatte. Weil ich das Gefühl habe, wenn wir zusammenhalten, können wir stark sein – nur darf ich mich nicht nur auf seine Stärke verlassen, sondern auch bereit sein, selbst stark zu sein. Und in all den Momenten der letzten Tage habe ich versucht zu geniessen, hinzunehmen und nicht zu hinterfragen. In den Zeiten dazwischen hab ich natürlich kontrolliert (natürlich), ob es noch mit dem gewünschten Weg konform geht. Allerdings haben wir zur Zeit ja gar keinen konkreten Plan, haben nicht mal unser D/s-Pausen-Pausen-Endgespräch geführt bisher (zumindest nicht zu Ende gebracht) und trotzdem sind da so kleine Momente – nur ganz kurz manchmal – die mich glücklich machen. Ohne, dass ich sie eingefordert habe. Ohne, dass ich sie mir (heimlich) gewünscht habe. Ohne, dass ich zuvor schwach und zerbrechlich (rein innerlich) sein musste. Einfach so…

Gedanken…

 

 

 

grade sehr zufrieden

Mir geht es grad gut. Wirklich. Ich bin zufrieden.

Ich war doch noch im Bett, hab masturbiert (1 mal) und bin dann eingedöst. Der Wecker hat mich geweckt und ich fing nochmal an zu fummeln. Grundlage waren Bilder, die ich mir vorm Hinlegen im Internet angesehen hatte. Schöne Bilder, die mein Kopfkino anregten. Während ich beim  zweiten (eigentlich ja dritten) Masturbieren war klingelte mein Handy. Er kündigte sich an, hatte es geschafft, nicht so lange in der Firma zu bleiben. Ich freute mich wirklich riesig darüber. Ich blieb im Bett. Wartete. Und wurde belohnt. Er kam, räumte kurz was weg, zog sich aus und krabbelte zu mir ins Bett. Wir kuschelten und redeten wie schon lange nicht mehr so schön. Ich habe es sehr genossen!

Dann haben wir Abendbrot gegessen und dazu Wein getrunken – lieblichen Rosé. Wirklich sehr lecker. In dem Kartoffelsalat, den er mitbrachte, ist Zucker drin, aber ich hab trotzdem davon gegessen. Eine Legitimation, nun an zwei Stück Schokolade zu knabbern. Vielleicht werden es auch drei. 🙂

Und vielleicht reden wir noch über die D/s – Pause. Wenn nicht, morgen reicht auch noch. Aber es ist angesetzt. Und er findet die Idee von Ivy gut, einen Fixpunkt, ein Datum zu setzen, ab dem es wieder losgeht mit dem Einfliessen lassen (langsam und nach und nach) der Regeln, die wir dann noch haben wollen.

Wunderbar!

Ansonsten hab ich nicht sehr viel geschafft… aber im Moment – ist mir das Käse. 🙂

lg kitty

ich drehe mich im Kreis – gedanklich

Ich sitz wie festgepappt auf meinem Stuhl vor dem PC und kann mich weder dazu aufraffen, etwas zu tun, noch mit ins Bett zu legen. Das Wetter scheint besser zu sein, die Sonne schaut leicht hervor. Ich könnte also auch alternativ einfach rausgehen. Aber irgendwie krieg ich den Dreh nicht. Die Gedanken kreisen ständig und ich hab das Gefühl, die Zeit läuft mir weg. Die Zeit für heute und die Zeit der nächsten Tage, bis wir wieder nicht mehr allein hier sind. Ich freu mich auf die Zeit, aber ich weiss, dass wir die Zeit nicht optimal genutzt haben bisher. Das ärgert mich und ich verstehs nicht. Das wir nichts gemacht haben, was meine/unsere Leidenschaften betrifft – daran bin ich selbst Schuld. Schliesslich war die D/s-Pause meine Idee gewesen und der Zeitraum auch. Aber mit Kindern hätte das gar nicht funktioniert. Also habe ich den Zeitraum geopfert – wohl wissend, dass wir auch ohne die Pause die Zeit kaum für sowas genutzt hätten. Aber schwer ist es trotzdem, sich gedanklich davon verabschieden zu müssen, was man alles hätte… ja, ich weiss… hätte hätte…. davon halte ich auch nichts. Vergangenheit bleibt Vergangenheit – sonst hätt ich echt nen Problem (hab ich doch schon – voll ne Meise lol) und in die Zukunft schau ich auch nie wirklich, denn das bringt nichts. Man kann sich Ziele und Zwischenziele setzen, aber nicht in der Zukunft leben. Dieses … wenn wir erst… das er so gern sagt… bringt einen nicht weiter. Man muss doch im hier und jetzt glücklich sein. Oder nicht? Und das kann bei mir so schnell umschwenken. Glück ist so ein zartes Pflänzchen, nur scheine ich gerade den falschen Boden zu haben. Naja… ich such dann mal nach Blumenerde…

Projekt D/s auf Pause – Überarbeitswoche + WE-Abschluss (3)

1 Woche Überarbeitung mit AbschlussWE vom 30.06. – 05.07.15 (eigentlich) (Regelpause war vom 15. – 29.06.15)=> noch kein Ende bisher

 

Voll gewesen – toll gewesen!

Das war der Abend und wir waren erst nachts ähm morgens heute um 5 Uhr im Bett. Ich habe ziemlich viel getrunken und auch geraucht, aber ich habe keinerlei Beschwerden. Mir ist/war nur etwas schwindelig heute beim ersten Klogang um 12 Uhr. Danach musste ich erstmal ein paar Stunden ausharren, weil ich nicht schlafen konnte wegen Schnarchorchester. Dann durfte ich aber nochmal allein weiterdösen, wo ich sogar nen Traum hatte, an den ich mich erinnerte (wenn auch jetzt grad nicht mehr).

Mir geht es wieder etwas besser, morgen fängt ja wieder eine neue Arbeitswoche an – immernoch kinderfrei.

Ob wir reden werden weiss ich nicht. Mir ist nicht wirklich danch.

Mein Entschluss verfestigt sich. Es ist besser, das Ganze erstmal so zu lassen, wie es ist, um Kraft auf beiden Seiten tanken zu können. Wenn er keine Kraft hat, kann er auch nicht so sein, wie wir es beide brauchen und wollen. Ich hab überlegt, mir eine Liste zu machen, mit Dingen, mit denen ich mir selbst Gutes tun kann wie ein Wannenbad etc. Ich werde auch an meiner Figur arbeiten, die mir immer wieder auf den Keks geht und die letzten zwei Tage, wo ich kaum Appetit hatte und recht wenig gegessen habe, haben mir da schon gut geholfen, einen Anfang zu finden. Ich brauch was, auf das ich mich konzentrieren kann.

Weiterhin hab ich gemerkt, dass es nicht schlecht ist, wenn ich selbst mitplane oder gar die Planung übernehme. Dann läuft vieles irgendwie besser. Ist jetzt nicht gerade das, wie ich es gern hätte, aber wenn es dazu beiträgt dass alles besser läuft?

Ich glaub allerdings, dass er damit nicht zufrieden sein wird. Besser wäre es, wenn er den Eindruck hätte, er würde es selbst entscheiden und planen und ich versuche, von hinten was zu machen. Aber das empfinde ich als unrichtig. Er muss es nur einfach wollen. Muss ja nur zeitweise sein, um zu heilen – wir beide…

Und wenn mir was fehlt, kann ich versuchen, das als Wunsch zu artikulieren. Also wenn mir ein spanking fehlt, was ich allein halt nicht machen kann.

Vielleicht kann er auch selbst Wünsche artikulieren? Wäre ja schön, denn so wie auch er nicht Gedanken  lesen kann (wenn auch ich ihm gern unterstelle, dass er mich langsam kennen müsste und an manchen Reaktionen ablesen können müsste, was mir fehlt), so kann ich auch nicht Gedanken lesen!

Ich will einfach versuchen, für uns beide stark zu sein, auch wenn das bedeutet, dass ich gerade noch nicht so genau weiss, wo die Kraftreserven herkommen sollen. Aber bisher habe ich schon so viel in meinem Leben mitgemacht, überstanden und ins Rollen gebracht… dann muss das halt auch gehen. Irgendwie.

liebe Grüsse und schönen Sonntag

kitty

Nachtrag:

Ich vergass zu erwähnen, dass ich es natürlich weiterhin versuchen wollte, mich seinen Wünschen „einfach so“ unterzuordnen, aus dem Gefühl heraus, was wir gerade brauchen. Und das ich meine Bedürfnisse weiter hinten anstelle – ausser ich will was für mich selbst machen (siehe dazu meine Gut-Tu-Liste). Ich habe ja schon öfter für mich selbst Dinge von grösserer Tragweite entschieden und durchgezogen (z. B. alles Gemeinsame runterzubrechen, was das AC-sein-samt-Ritualen betraf vor ein paar Jahren oder auch das mit der echten Strafe etc.), auch wenn ich dann im Nachhinein manchmal feststellen muss, dass es Probleme nach sich zieht. Aber wenn man gar nichts tut, kann sich auch nichts ändern… egal, in welche Richtung. Und Stillstand macht mich nervös…